SEMESTERBERICHT
VON NAVARRO
(anlässlich
der Frühlings-HV vom 20. Mai 2000)
Nun
ist es also wieder soweit, ein weiteres Semester in der Geschichte des hochwohllöblichen
Kyklos geht mit dem heutigen Tage zu Ende. Auch findet meine erste Amtsperiode
als Präses ihr Ende.
Seit
der Herbst-HV vom 6.11.99 hatten wir vier Sitzungen und zwei offizielle Kneips.
Dazu kam noch die Taufe von Hägar. Doch alles der Reihe nach. Ich hatte mir an
der letzten HV einige grosse Ziele gesteckt und so begann ich mal alles in die
Wege zu leiten. Die Weihnachtssitzung war mehrheitlich vom gemütlichen
Beisammensein geprägt und so wurden relativ wenige organisatorische Dinge
erledigt. Auf die Weihnachtssitzung folgten dann die hart verdienten
Weihnachtsferien. In den letzten beiden Ferientagen konnte ich dann meine
Aktivitas dazu bewegen einen Verbindungsausflug in’s Tessin zu unternehmen.
(Einzelheiten zu diesem Ausflug werden nachher im Protokoll wiedergegeben!).
Nachdem wir also auch das Tessin gesehen hatten, ging’s wieder ab in die
Schule. Kurz darauf folgte dann die erste offizielle Sitzung im Jahre 2000. In
dieser „Millenniums-Sitzung“ wurde dann verpasstes nachgeholt und die
administrativen Dinge hatten Vorrang während des offiziellen Teils. Man
diskutierte zum Beispiel über die Homepage, über die E-mail Adresse, über die
Einrichtung einer „Präsentationsfläche“ im Schulhaus und man begutachtete
das neue Fotoalbum. Nach dem offiziellen Teil durfte dann natürlich der
Millenniums-Kneip nicht fehlen!
scripsit Navarro*
SEMESTERBERICHT
VON NAVARRO
(Anlässlich der Herbst-HV vom 4. Nov. 2000)
Ein weiteres Semester in der Geschichte des
Kyklos geht also mit dem heutigen Tag zu Ende. Doch für mich ist es nicht nur
der Abschluss eines Semesters, nein für mich ist es auch das Ende meiner Präseszeit.
Soviel
also zum letzten Semester. Nun möchte ich aber noch schnell auf meine ganze Präseszeit
zurückschauen, die ja ein ganzes Jahr dauerte. Ich glaube, dass ich sagen darf,
dass es im grossen ganzen eine sehr geglückte Zeit war. Wir haben im letzten
Jahr doch einiges unternommen, so darf ich zum Beispiel an den Ausflug ins
Tessin oder an den Maibummel erinnern. Aber auch die Sitzungen und Kneips waren
praktisch immer ein Erfolg. Auch auf offizieller Seite konnten wir Erfolge
verbuchen, so zum Beispiel die Ausarbeitung des neuen Vertrags zwischen Schule
und Verbindungen. Daran waren vor allem oder nur die Präsidenten (d.h.
Aktivitas- und Altherrenpräsidenten) der Amicitia, der Libertas und des Kyklos
beteiligt. Auch bezüglich Aufnahmen haben wir uns nach anfänglicher Stagnation
verbessert.
Zu
guter letzt möchte ich mich noch bei meiner Aktivitas bedanken. Es hat mir
Spass gemacht euer Präses zu sein. Und wenn’s zum Teil auch etwas
diktatorisch und laut zuging, es war sicherlich nur zu eurem besten. Trotz der
schönen Zeit als Präses freue ich mich nun auf eine etwas ruhigere Zeit, meine
Brieftasche wird es mir bestimmt auch danken. Mir bleibt also nur noch meinem
Nachfolger Animo dann viel Glück und viel Erfolg zu wünschen.
scripsit Reto Nett v/o Navarro*
SEMESTERBERICHT
VON BERSERKER
(Anlässlich der Frühlings-HV vom 11. Mai 2002)
Geehrte
Altherren, liebe Aktivitas,
Wir haben uns hier und heute versammelt um dem offiziellen Wechsel vom 164. zum 165. Semester seit der Gründung unserer hochwohllöblichen Verbindung beizuwohnen. Wir schliessen somit ein ereignisreiches Semester ab, welches durchaus einen kurzen Rückblick verdient:
Begonnen hat das Semester selbstverständlich mit der HV. Darauf folgte eine Zweifarbensitzung mit der Dido am, welche ich mehr oder weniger gemeinsam mit Miramis präsidierte. Zur gleichen Zeit liefen erste Organisationsschritte und Abklärungen zum Grischakommers an. Am 15. November wurde von Halieus, Tschowanni und El Chino der Schaukasten installiert und seither präsentieren wir uns Seite an Seite mit der Libertas. Am 08.12.01 wurde Gaspo durch eine Altherrentaufe formell in den Altherrenkreis aufgenommen, wo er heute weiter einen steten Einsatz leistet. Am 15.12.01 wurde die Weihnachtssitzung abgehalten, an welcher erfreulicherweise viele Altherren teilnahmen (Mungo, Sidi, Albatros, Shao-Lin, Fiasco, Gaspo). Als nächstes stand der Verbindungsausflug ins Tessin an, welcher dank Animos Hütte, Navarros Bereitwilligkeit zu Fahren und Halieus Nahrungsmittelreserven realisiert werden konnte. Die erste Sitzung im neuen Jahr wurde am 25. Januar abgehalten, an welcher Bakschisch zum neuen Pseudonym La Fontaine kam. Am nächsten Kantus teilten mir Halieus und Tschowanni mit, dass sie den Solarregler installiert haben. Leider funktionierte die Solaranlage aber trotzdem noch nicht, was sie auch heute leider noch nicht tut. Diesmal ist es die Batterie, die uns den Dienst versagt. Am 02. Februar wurde auf dem Elysium die 5-Farbensitzung abgehalten, welche von Mc Donnell und mir präsidiert wurde. Der berüchtigte Amicerflügel brachte die Sitzung gegen Schluss in Aufruhr, so dass abgebrochen werden musste. Wir gewannen prestigehalber das Bierstafettenturnier. Dieses Kunststück gelang uns am Eishockeyturnier der Verbindungen eine Woche später leider nicht und wir landeten auf dem 4. Platz. Während wir auf dem Eis kämpften sass Severin Redmann zu Hause und schanzte auf dass er am 13. Februar auf dem Tersier auf das Vulgo Matador getauft wurde. Am 15. Februar hielten wir eine Vorferiensitzung ab, welche mit einer dreifachen Hammerschmitte beendet wurde. Fünf Tage später holten Navarro und ich die Afraner um 23.30 bei der Braui ab, um sie aufs Munsalvatsch zu dirigieren, wo sie sich vornehmlich ihrer Bierwanne annhahmen und da auf Grund der Kälte das Wasser gefroren war, musste am nächsten Tag eine Latrine ausgehoben werden. Am Freitag wurde dort eine Sitzung abgehalten, die von mir präsidiert wurde. Dies war sicher die feuchteste Sitzung in diesem Semester. Auf diese intensive Zeit folgte ein Monat Pause, welche von der Sitzung am 22.März unterbrochen wurde. Am 28. März fand der Bandenkrieg statt, welcher von der Dido als Ersatz für den auf Grund des schneearmen Winters ausgefallenen Schlitteltag organisiert wurde. Obwohl der Kyklos mangels Interesse nur zu dritt an den Start ging, siegten Halieus, Tschowanni und Matador. Sie haben 26 Flaschen Bier von der Dido zu Gute. Eine Woche später bekam Christoph Theus die Schanzwoche von uns. Und er stellte für uns eine neue Herausforderung dar, weil er am Montag schon alles konnte, was er uns am Donnerstag zeigen sollte. Seine bestandene Taufe begossen wir tags darauf mit einem zünftigen Kneip. Am Morgen musste aber früh aufgestanden werden, um den Zug nach Gruyère um 06.00 Uhr nicht zu verpassen, welches Zielort des AH-Ausfluges war. Wir besuchten dort die Ausstellung von Hans Ruedi Giger und einige nach Käse duftende Beizen. Am 18.04.02 fuhr uns El Chino nach Zürich ins weisse Kreuz, wo ein AH-Stamm stattfand, an welchem zahlreiche Altherren aus der BK-Phase zugegen waren. Am 27.04.02 folgte dann endlich der lang erwartete Grischakommers. Leider nahmen nur ca. die Hälfte der angemeldeten teil, wobei wir trotzdem 48 Leute waren. Auch wenn der Grischakommers nicht ablief wie gewollt, sollte dieser Anlass unbedingt beibehalten werden. Er könnte als Plattform für die Altherren dienen, welche sich dort auch mit Mitgliedern anderer ehemaliger Coronas treffen können. Die Schierser Verbindungen haben an diesem Anlass gemeinsam den Bierstafettenpokal gewonnen. Zu guter letzt hatten wir (Bakschisch, Berserker, Tschowanni und Kirchberg) am Tag der Arbeit wirklich gearbeitet und zwar in Form eines Hüttenputzes. Trotz der geringen Anzahl der Arbeiter haben wir einiges geleistet, wie man sieht.
Dies ist das Semester in aller Kürze zusammengefasst. Bevor ich schliesse möchte ich aber die Gelegenheit ergreifen und ein paar persönliche Gedanken zur Verbindungswelt äussern: Der Humanisierungstrieb der heutigen Gesellschaft macht auch nicht vor uns Verbindungen halt. Die Stellung des Präses wird zusehends in den Hintergrund gedrückt, d.h. er verliert zusehends an Befehlsgewalt. Dies lässt den Sitzungsablauf chaotischer und undisziplinierter werden. An der 5-Farbensitzung hat man gesehen, in was diese Entwicklung münden kann. Ich bezweifle nicht, dass ein Präses auch Fehler macht, aber manchmal beabsichtigt der Präses mit einer gewissen Handlung auch etwas, das die Corona nicht sofort versteht. Vertrauen ist hier ein Stichwort und Akzeptanz einer höheren Instanz. Dieses Vertrauen gründet auf der Annahme, dass der Präses das ihm Bestmögliche tut, Gutes für die Verbindung zu bewirken. Aber nicht nur Vertrauen, sondern auch Verantwortung ist ein Schlagwort. Diese übernimmt nämlich der Präses und somit hat er das Recht das zu tun, was er verantworten kann und will. Prinzipiell stehen so alle Kompetenzen offen. Die Corona sollte indirekt über den Präses auf das Sitzungsgeschehen eingreifen, nicht durch Störung des Sitzungsablaufs, d.h. wenn jemand einen Vorschlag hat, soll er ihn zum Besten geben, aber auch gefasst sein, dass er abgelehnt wird. Das sind alles ganz einfache Dinge, aber sie funktionieren nicht. In unserer Verbindung hält sich dies noch in Grenzen, in anderen ist die Wirkung gravierender.
Zum Schluss möchte ich mich bei der Corona für ihr aktives Verhalten während meiner Präsidialzeit bedanken. Auch den Altherren sei Dank für die finanziellen Zuwendungen gesprochen. Falls keine Bemerkungen, Fragen oder anderes mehr kommen, schliesse ich hiermit.
Scripsit
Berserker*
SEMESTERBERICHT
VON HALIEUS
(Anlässlich der Herbst-HV vom 02. November 2002)
Liebe Altherren, geschätzte Aktivitas
Nun also haben wir uns wiedereinmal getroffen um ein weiteres, ereignisreiches Semester in der langen Geschichte des Kyklos zu besiegeln. Auch dieses verdient durchaus einen kurzen Rückblick:
Begonnen hat das Semester eigentlich wie jedes andere auch und somit wurden die Kyklopen und ihre Altherren, besser gesagt und ihr Altherr Zoff!, am 11. Mai auf das Tersier gerufen, um die Frühlings-HV durch zu führen. Nach dieser HV war beim Kyklos zuerst einmal für einen Monat Sendepause. Durch diese grosse Pause war natürlich die ganze Corona topp motiviert für die Sitzung vom 7. Juni. Berserker hielt einen ausgesprochen interessanten Vortrag über politische Korrektheit, daraufhin wurde natürlich ausgiebig diskutiert. Für Animo und Navarro stand als nächsten Grossevent die Matur an. Man sah ihnen die grosse Erleichterung und Erschöpfung an, doch man ist sich nicht sicher, ob sie diese Erschöpfung vom vielen lernen hatten oder vom grossen Fest danach. Auf jeden Fall haben beide die Matur mit Bravour bestanden und am Tag danach die AH-Taufe organisiert. Zu dieser Taufe kamen sogar einige Altherren des Kyklos (Fiasco, Guerrero...) und der Amicer, obwohl diese eigentlich selber eine Sitzung hatten. Der Sporttag rückte mit der Zeit immer näher und somit auch der Sportagskneip. Dieser wurde, wie man beschlossen hatte, auf dem Elysium abgehalten, wobei noch zu sagen ist, dass das Bier nicht unbedingt in rauen Mengen vorhanden war. (Zitat aus der Homepage: „16 Mann traten gegen 16 Kästen Bier an, die Verlierer werden noch heute abgefüllt.“). So konnte man also ohne Sorgen, dass das Bier ablaufen würde, in die Sommerferien. Da am Samstag, den 31. August das EMS-Fest stattfand, musste man die ELA-Ball Sitzung auf den Freitag vorverschieben. Das hatte natürlich seine Folgen und es fanden, eigentlich unüblich für diese Sitzung, keine Altherren auf dem Tersier ein. Das EMS-Fest jedoch wurde zu einem grossen Erfolg, besonders dabei ist die Verbindungsbar zu erwähnen.
Als wir uns am 20. September auf dem Tersier zu einer weiteren Sitzung trafen, fanden wir unseren schon lange ersehnten Preis des Bandenkrieges vor. Dieser wurde relativ schnell fortgesoffen, so dass wir uns wieder auf das andere Bier konsentrieren konnten, welches bei dieser Sitzung in besonders rauen Mengen floss. In der nächsten Woche trafen sich alle Praeses der fünf Verbindungen im Brauisaal ein, um wiedereinmal die Situation der Verbindungen zu diskutieren. Extrem vieles und wichtiges kam dabei nicht heraus, denn was beschlossen wurde traf beim Kyklos nicht ein, weil wir im Laufe der Zeit schon fast eine Vorbildrolle den anderen Verbindungen gegenüber eingenommen haben. Wir sind praktisch die einzigen, bei denen alles noch richtig funktioniert und dabei den alten Traditionen folgen!
Am 29. September trafen sich die Kyklopen, einige Altherren und einige Auserwählt bei unserem Ehrenmitglied Nanga ein, um ein weiteres Tempelifest zu geniessen. Wir wurden sowohl biertechnisch, als auch kulinarisch in höchstem Masse verwöhnt, darum möchte ich gerade hier Nanga nochmals für das schöne Fest danken. Mein Semester ging langsam dem Ende zu, darum organisierte ich eine Calanda Bräu Brauerei Besichtigung, die zum Erfolg wurde, obwohl man von der Brauerei nicht besonders viel zu sehen bekommen hat. Dafür aber wurden wir mit reichlich viel Bier beschenkt. Meine letzte Sitzung stand nun also am letzten Freitag vor mir und sie wurde beinahe zu einem Verhängnis, das uns alle schlimm getroffen hätte. Nämlich so gegen 19.30 Uhr ging uns plötzlich das Bier aus, da uns der Jecklin womöglich vergessen hatte. Matador versucht daraufhin ganz verbissen unseren Getränkelieferanten noch zu erreichen, was ihm nach ca. 40 Minuten gelang. Eine Stunde später hatten wir wieder Bier und die Sitzung lief wie gewohnt weiter.
Nun also stehe ich hier und verricht noch meine letzte Tat als Praeses. Ich muss sagen, es war eine schöne Zeit mit euch, auch wenn ihr manchmal nicht einfach zu bändigen seid. Ihr wart eine aufmerksame, aktive Corona.
Falls keine Bemerkungen, Fragen oder etwas anderes kommt, möchte ich hiermit schliessen.
Euer Praeses Halieus*
SEMESTERBERICHT
VON BAKSCHISCH
(Anlässlich der Herbst-HV vom 01. November 2003)
Geehrte Altherren, liebe Aktivitas
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Beginns eines neuen Semesters in der Geschichte des Kyklos und dies soll natürlich kräftig gefeiert werden.
Die Ereignisse des vergangenen Semesters kann man nicht einfach so vom Tisch fegen und diese müssen darum in einem kurzen Rückblick erläutert werden.
Aufgrund von zeitlichen Problemen die durch das neue MAR System verursacht wurden war ich schon früher als erwartet in der Hyrarchie des Kyklos aufgestiegen und zwar für kurze Zeit zu einem so genannten „halben Präses“. Am 3.5.03 war der Zeitpunkt für die Aktivitas gekommen Abschied von Berserker und Hägar zu nehmen, die mit einer bestandenen Matura im Sack die Schule verließen. Am 2.6.03 fand ein Fünffarben Kantus statt wo es in erster Linie um den Schaukasten ging. Von der Seite der Didos und Amicitia kam der Wunsch auf an einer Beteiligung der beiden Schaukästen, die bis anhin von uns und den Lybertern benutzt wurden. Man einigte sich nach einer Diskussion auf einen gemeinsamen Schaukasten in welchem sich alle Schierser Verbindungen präsentieren. Die Umstrukturierung des Schaukastens wurde auf die Schulzeit nach den Sommerferien angesetzt. Am14.6.03 hatte das Zittern und Bangen für die zwei damaligen Maturanden, El Chino und Tschowanni und den ehemaligen Seminaristen Padomm ein Ende und so machten sie sich mit ihrem Diplom oder Patent aus dem Staub. Die Anzahl der Verbindungsmitglieder schrumpfte in diesem Semester von neun auf vier Aktive. Die Sitzung vom 27.6.03 wurde zu einer HV unbenannt und so konnten die anstehenden Ämterwechsel schlussendlich doch noch durchgeführt werden. Spätestens ab jetzt war ich ein stolzer Präses des Kyklos. Die Aktiven konnten den Ferienanfang und natürlich den Sportagskneip kaum erwarten. Da es schon im vornhinein klar war, dass nur ein Kyklope über das nötige Fachwissen verfügt, wie man ein Kneip leitet, hat sich Halieus dazu bereit erklärt diesen Mitternachtskneip als HP zu leiten. Was alle Kneips gemeinsam haben ist ein hoher Spaßfaktor und ein „Kater“ am Morgen danach, darum sind an dieser Stelle keine weiteren Worte zu verlieren.
Nach einer langen Sommerpause trafen sich die Kyklopen am 29.8.03 wieder einmal auf dem Tersier um dem laissez- faire Lebensstil, den man sich aus den Ferien gewohnt ist, mit einer streng geordneten Sitzung ein Ende zu bereiten. In diesem Semester kam man noch zweimal zusammen um die Schaukastenfrage zu klären, was auf keinen grünen Zweig geführt hat. Eine erfreuliche Nachricht ist, dass in der Zukunft ein Informationstag aller Schierser Verbindungen für die Unterstufenschüler veranstaltet werden soll.
Für die meisten Aktiven war eine Sonntagssitzung bis anhin etwas Außergewöhnliches, was sich am 28.9.03 änderte. Zu dieser Sitzung erschienen einige junge Altherren, die gerade dabei waren die Rekrutenschule zu absolvieren und eine Flucht aus dem harten Alltag wagten. Das Resultat waren Gespräche über das Militär, was der Sitzung den Namen „Militärsitzung“ verlieh.
In den Herbstferien entschlossen wir uns das Budget des Kyklos aufzupolieren und verrichteten darum Arbeit im Freien für die Gemeinde Maienfeld. Der organisatorische Teil hat Halieus übernommen. Unerwartet sanken die Temperaturen drastisch und das Wetter spielte auch nicht immer mit. Unser Arbeitsbereich war hauptsächlich im Wald, wo wir dafür sorgen mussten, dass schmale Pfade besser begehbar für Jäger und Förster wurden. Obwohl wir abends tod müde waren und sich Schmerzen vor allem an den Händen bemerkbar machten, waren wir stolz auf unsere Leistung und der Gedanke endlich wieder Zwickel Bier kaufen zu können stimmte uns fröhlich. Eine Elaballsitzung stieg dieses Jahr leider nicht, aber am nächsten Morgen hieß es für alle Aktiven früh aus den Federn um das Tersier wieder auf Hochglanz zu bringen. Gegen Nachmittag statteten uns die pensionierten Besitzer der ehemaligen Stammbeiz, die Sonne, einen Besuch ab. Natürlich boten wir ihnen Kuchen und ein Glas Most an und so begann man über alten Zeiten zu plaudern und wurde auch einige male gerühmt, das wie folgt tönte „Iar sind scho flotti Purschta gsi“. Na, ja diesen Ruf haben wir nicht bei allen Leuten im Dorf.
Zu
guter letzt möchte ich mich selbst besinnen ob ich alles erreicht habe
während meiner Präses Zeit. Wie man sehen kann ist in unserer Hütte
Strom verfügbar und ich denke mit dem Arbeitstag haben wir das Finanzproblem
gelöst. Leider ist in diesem Semester kein neues Mitglied zu uns gestoßen,
wobei der Ruf der Verbindungen an der Schule ein Grund dafür sein könnte.
Im Großen und Ganzen habe ich die Ziele erreicht.
Meine
Zeit als Präses naht hiermit dem Ende. Es war eine schöne und lustige
Zeit als Präses, auch wenn ich manchmal hart durchgreifen musste. Ich bin
der Meinung, dass wir Aktiven, auch wenn nur zu viert, eine ganz tolle Gruppe
sind und möchte an dieser Stelle für euren Einsatz und eure Aufmerksamkeit
danken. Ebenfalls danke ich den Altherren für ihre Spenden und für
die Bemühungen an möglichst vielen Sitzungen beizuwohnen.
Falls keine Fragen oder Anmerkungen mehr vorhanden sind, schließe ich hiermit.
Euer Präses Bakschisch*
SEMESTERBERICHT
VON TSCHOWANNI
(anlässlich der HV vom 5.4.2003)
Sehr verehrte Altherren, liebe Aktivitas
Wieder geht ein Semester beim hochwohllöblichen Kyklos zu Ende, wieder einmal heisst es Chargen-Wechsel innerhalb der Verbindung. Anlässlich dieser Hauptversammlung möchte ich als abtretender Praeses des Kyklos Schiers euch meinen Semesterbericht vorlegen. Am 2.November 2002 übernahm ich mit grossem Stolz die Corona von Halieus. Hocherfreut über die Anwesenheit vieler Altherren verlas ich meine Antrittsrede der Runde. Und schon an dieser Hauptversammlung schien das Zeichen gesetzt zu sein, dass es keine einfache Aufgabe sein wird für mich als Praeses. Mehr dazu aber später. Frohen Mutes reiste die Corona am 14.November 2002 im Auto von El Chino Richtung Zürich, um dort am Altherrenstamm teilzunehmen. Im Restaurant "Weiss Kreuz" sass man gemütlich in einer Runde, ass und diskutierte zusammen mit den Altherren, wobei es auch die ältesten unter ihnen nicht lassen konnten, mitten in der Beiz einen Cantus anzustimmen. Ich persönlich finde diese Art von Treffen innerhalb des Kyklos eine sehr wichtige Sache. Mit diesem Stamm ist der Kontakt zwischen Altherrenschaft und Aktivitas zweimal im Jahr gewährt. In Zukunft sollte man dieses Treffen aber in einem geeigneteren Restaurant abhalten, so zum Beispiel in einem Saal oder so ähnlich. Somit appelliere ich an die Altherrenschaft, sich nach einem besseren Ort für den zukünftigen Stamm umzusehen. Am 29.11. dann meine erste Sitzung, wo wir jedoch nur zu fünft auf dem Tersier waren. Wieder einmal liessen uns die Eingeladenen im Stich. Unsere Stammbeiz, die Sonne schloss am 18.12 für immer ihre Türen. Aber wir Kyklopen liessen es uns nicht nehmen, die Einladung unserer Stammwirtin und ihres Ehegatten in den Wind zu schlagen. So sassen wir am besagten Abend biertrinkend in der Sonne, wobei uns alles kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Wenige Tage darauf nahmen wir dann unsere neue Stammbeiz, den Adler, in unseren Herzen auf. Das Bier ist ein ganz wenig billiger als in der Sonne, und auch die Serviertochter macht gar kein so üblen Eindruck. Das nächste grosse Ereignis war natürlich die Weihnachtssitzung. Umrahmt von Eingeladenen und zahlreichen Altherren zelebrierten wir dieses Crambambuli Fest. Aber die Sitzung artete gegen Schluss hin vollends aus. Harass sang den "Schacher Seppali" und tanzte wenig später wie wild auf dem Tisch herum. Zürri-Oberschnorri Cäep störte während des ganzen Sitzungsablaufes die Runde und Ehrenmitglied Nanga wollte am unteren Tischende gar eine eigene Sitzung in Schwung bringen. Zum Schluss flogen Bierflaschen durch die ganze Hütte, der Tisch wurde umgekippt… Das Ausmass des Schadens wurde erst am nächsten Tag wirklich bewusst! Die Silvesterpause war es dann nur, die die Weihnachtssitzung und die Reise ins Tessin zu Animos Hütte trennten. Leider kamen gewisse Aktivmitglieder nicht ins Tessin, wobei ich die Gründe an dieser Stelle lieber nicht erwähnen möchte. Am 24. Januar waren die Afraner wieder bei uns zu Besuch. Berserker hat die ganze Sache gut eingefädelt und so fand an jenem Abend eine Sitzung aller Farben zusammen mit den Mitgliedern der Afrania hoch zu Heidelberg auf dem Juhee statt. Die Sitzung wurde von mir geleitet. Es folgten weitere Sitzungen, so zum Beispiel am 31.Januar und am 21.März. Eines meiner Ziele war sicherlich die Aufnahme eines neuen, uns würdigen Kyklopen. Doch über dieses Ziel schoss ich leider weit hinweg. Die Schuld lag sicherlich nicht bei mir. Bei unseren zwei engsten Kandidaten lief es halt einfach schief. Beim ersten war es unser Fehler, der zweite Zukünftige wollte nicht annehmen. Ein trauriges Kapitel meiner Amtszeit. Zum Schluss danke ich der Corona für ihr starkes Engagement während meiner Zeit als Praeses des hochwohllöblichen Kyklos. El Chino wird seine Sache bestimmt gut machen.
Vivat, crescat, floreat in aeternum Semper fidelis
Scribsit
Tschowanni, x
(anlässlich der Schandtat der Aktivitas des Kyklos, 18. August 2005)
geschätzte anwesende Damen und Herren,
Der Grund für unser heutiges Zusammenkommen ist wahrlich
kein schöner! Dennoch bin ich froh und dankbar, dass ihr am heutigen Abend
alle erschienen seid. Der eine oder andere hätte sicherlich noch einen
anderen Termin oder anderweitige Verpflichtungen gehabt. Heute aber geht es
um etwas sehr wichtiges und eure Ansichten, Meinungen und offenen und ehrlichen
Äusserungen sind heute gefragt.
Es dürfte wohl allen klar sein warum wir uns heute hier versammelt haben.
Die Aktivitas meiner Verbindung, des Kyklos, hat während den vergangenen
Sommerferien schändliches begangen. Couleurartikel anderer Verbindungsmitglieder
wurden mutwillig zerstört! Dabei wurde eine Fahne, sowie ein Farbband verbrannt
und ein Prügel auf übelste Weise zugerichtet. Als ich von dem Vorfall
gehört habe war ich fassungslos, ratlos, enttäuscht und stink sauer.
Ich verabscheue diese Tat aus tiefstem Herzen und ich schäme mich das erste
mal Kyklope zu sein! So etwas darf nicht geschehen. Wir alle kennen den ideellen
Wert hinter all diesen Couleurartikeln. Wir wissen alle, was einem Couleurträger
das Farbband bedeutet. Wir wissen alle welche unersetzlichen Erinnerungen in
einem Kantusprügel stecken. Und wir wissen alle was die Fahne für
eine Verbindung bedeutet. Der Beginn der zweiten Strophe unseres Farbenkantus
lautet denn auch: „Hoch und heilig schwebt die Fahne, uns zum Glücke und
zum Mahne“. In demselben Lied singen wir im Refrain: „Schwarz-weiss-schwarz
sind unsre Farben, unser Freundschaft heil’ges Band, es soll leben immer leben
gegen allen Widerstand“. Für mich ist es ein Rätsel, dass jemand der
diese Strophen tief in seinem Herzen tragen sollte und der die Werte einer Verbindung
und derer Merkmale kennt, zu so einer verwerflichen Tat im Stande ist. Als ich
den Eintrag der Dido in unserem Gästebuch sah, habe ich mit einem offenen
Brief reagiert, welchen ich der Dido und meiner Aktivitas per e-mail schickte
und gleichzeitig auch im Gästebuch publik machte. Darauf folgten noch einige
Einträge in unser Gästebuch, welche ich auch sehr begrüsste.
Unter anderem forderte man, dass man die Schandtäter aus der Verbindung
ausschliesst. Ich möchte hier klipp und klar sagen, dass dies für
mich keine Option darstellt. Zum einen will ich den Betroffenen eine zweite
Chance geben, denn die verdient in meinen Augen ein jeder von ihnen. Sie haben
eine schändliche und vermutlich unentschuldbare Tat begangen, aber sie
begegneten mir davor und danach immer mit Offenheit, Klugheit, Einsatzvermögen
und Respekt gegenüber ihren Mitmenschen aber auch gegenüber der Sache
der Verbindung. Zum anderen löst ein Ausschluss dieser Personen aus dem
Kyklos die Probleme nicht, die wir hier noch besprechen wollen. Aus diesen Gründen
kommt ein Ausschluss für mich und für den gesamten Vorstand des Kyklos
nicht in Frage.
Als Teil einer Wiedergutmachung – wenn man dem überhaupt so sagen kann
und darf – schlagen wir vorerst folgendes vor: Die Aktivitas des Kyklos ersetzt
selbstverständlich alle materiellen Schäden. Die Fahne wird natürlich
ersetzt, genaugleich wie auch das Farbband. Der Prügel wird auch ersetzt,
bzw. möglichst in den Zustand zurückgebracht, wie man ihn damals auf
unserer Hütte aufgefunden hat. Über die genauen Formalitäten
diesbezüglich müsst ihr euch untereinander einigen. Die Aktivitas
des Kyklos kann selbst entscheiden, ob sie die materiellen Schulden aus der
Kassa oder jeder aus dem eigenen Sack bezahlt. Die Geschädigten können
sagen, ob sie lieber das Geld für die Reparatur resp. die Wiederherstellung
ihrer Güter haben wollen, oder ob sie direkt die Waren haben möchten.
Weiter machen wir vom AH-Vorstand des Kyklos der Dido das Angebot, dass die
Beteiligten dieser Schandtat das ganze Schuljahr hindurch die Budikelarbeiten
nach den Dido-Sitzungen übernehmen. Die Dido kann selbstverständlich
entscheiden, ob sie von diesem Angebot Gebrauch machen will oder nicht. Last
but not least, haben wir im Vorstand beschlossen, dass die Aktivitas des Kyklos
in Zukunft regelmässig 5-Farbenkanten organisiert, in welchen die aktuellen
Probleme, Nöte etc. offen und ehrlich ausdiskutiert werden. Ich komme nachher
noch darauf zurück. Diese letzte Massnahme soll dazu dienen das Problem
vor welchem wir stehen bei der Wurzel zu packen. Nach dem ersten Schock sind
dies also die Vorschläge, welche euch der AH-Vorstand des Kyklos vorerst
unterbreiten kann. Intern werden wir in Zukunft noch einiges zu besprechen und
zu regeln haben.
Ich für meinen Teil kann mich nur nochmals in aller Form bei allen geschädigten
Parteien entschuldigen, für das was meine Aktivitas, resp. ein Teil davon
euch angetan hat. Neben dem materiellen und ideellen Schaden, gilt es aber auch
einen immateriellen und zwischenmenschlichen Schaden zu beklagen. Ohne ihre
Tat rechtfertigen zu wollen – was im Übrigen auch nicht möglich ist
– hat die Aktivitas des Kyklos versucht eine Erklärung für die vorgefallenen
Ereignisse abzugeben. Darin ist vor allem nachzulesen, dass das Verhältnis
unter den Schierser Verbindungen zurzeit sehr schlecht ist. Dies ist offenbar
schon länger der Fall und nicht etwa erst seit den jüngsten Ereignissen.
Nach mehreren Gesprächen vor allem mit unserem Aktiven-Präses Kirchberg,
habe ich sogar dass Gefühl, dass hier tatsächliche Hassgefühle
mit im Spiel sind. Es herrscht offenbar nicht mehr ein gesunder, nicht immer
ernst gemeinter Konkurrenzkampf unter den Schierser Couleurikern, sondern es
herrscht zum Teil tiefe Abneigung, sei es gegenüber einzelnen Personen
oder sogar gegenüber ganzen Verbindungen. Die jüngsten Ereignisse
scheinen diesbezüglich das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht
zu haben.
Wollen wir langfristig das Überleben der Schierser Verbindungen gewährleisten
müssen wir unbedingt und unverzüglich etwas gegen die momentane Situation
unternehmen. In den letzten Jahren konnte man eine bedauernswerte Entwicklung
in Sachen Verfügbarkeit von neuen Verbindungsmitgliedern konstatieren.
Die Direktion der EMS steht den Verbindungen auch nicht mehr positiv gegenüber.
Die äusseren Umstände erscheinen also schon ernsthaft genug. Warum
machen wir uns dann gegenseitig noch das Leben schwer? Warum hassen wir uns
gegenseitig? Warum gehen wir nicht aufeinander ein? Warum spricht man nicht
miteinander über vorherrschende Probleme? Ich würde mich freuen, wenn
wir diese Fragen heute beantworten könnten. Mir ist bewusst, dass wir das
Problem nicht von heute auf morgen lösen können, und erst recht nicht
allein am heutigen Abend. Aber wir müssen das Problem endlich an der Wurzel
anpacken. Wir können und dürfen nicht länger um den heissen Brei
reden. Lasst uns heute damit beginnen. Lasst uns heute anfangen die wahren Probleme
zu erörtern. Lasst uns heute anfangen persönliche Differenzen vor
dieser Türe zu lassen, um offen, ehrlich und fair miteinander zu diskutieren.
„Alles leben ist Problem lösen“, sagte Karl Raimund Popper. Lasst uns heute
damit beginnen, damit nie wieder etwas ähnliches wie das Vorgefallene passieren
muss!
Bevor ich schliesse möchte ich euch noch folgendes sagen: Ich war zu meiner
Schierserzeit über vier Jahre aktiver Kyklope. Wir waren weiss Gott keine
heiligen, und wollten es auch nie sein. Wir Kyklopen hatten unseren Ruf: Wir
waren die „Säufer vom Loch draussen im Tersier“. Uns störte das wenig,
denn wir wussten genau, dass wir einiges besser als unser Ruf waren. Uns fehlte
es an viel zu meiner Anfangszeit im Kyklos, aber nie an Selbstvertrauen, Überlebensgeist
und – und dies ist das allerwichtigste – uns fehlte es nie an tiefer Freundschaft.
Einer für alle und alle für einen; so genossen wir eine herrliche
Zeit in der Verbindung und auch in Schiers im Allgemeinen. Warum konnten wir
aber das Leben in Schiers so geniessen? Weil wir zusammenhielten wie Pech und
Schwefel. Aber nicht nur unter Kyklopen, sondern unter allen Verbindungen. Wir
veranstalteten Mehrfarbensitzungen, wir luden einander gegenseitig zu regulären
Sitzungen und Kneips ein, wir genossen unzählige wundervolle Abende – völlig
unabhängig von Verbindungsfarben – in der Braui. Wir hatten es gut miteinander
und wir genossen eine herrliche Zeit. Dies ist der Grund weshalb ich mich immer
wieder gerne zurück an meine Schierserzeit erinnere. Es waren die Brauiabende,
in welchen wir von Donnerstag Abend bis um Freitag Morgen, als die Schule wieder
anfing unten an unserem Tisch sassen, diskutierten, tranken und lachten. Es
waren die Sitzungen mit meinen Kyklopen, zusammen mit meinen Freunden aus der
Alemannia, der Amicitia, der Dido und der Libertas. Es waren die Kneips und
die Ausflüge zusammen mit all diesen Leuten. Es sind diese Erinnerungen,
welche ich in mir hege, und nicht die Erinnerungen an die Schule selbst, mit
dem Unterricht und den Lehrern. Nur dank diesen Erinnerungen stecke ich auch
heute noch nicht wenige Stunden in die Angelegenheiten des Kyklos.
Ihr habt vielleicht bemerkt, dass ich vorhin die Verbindungen in alphabetischer
Reihenfolge aufgezählt habe, um nicht etwa missverstanden zu werden. Wichtigster
Punkt ist aber, dass ich alle Verbindungen aufgezählt habe, denn ich hatte
und habe immer noch sehr gute Kollegen in allen, und ich betone in allen Schierser
Verbindungen und war auch häufiger Gast auf dem Elysium, auf Juhee und
auf Munsalvatsch.
Natürlich mag man nicht alle Leute gleich gut, und das ist auch recht so.
Aber dank einem offenen und ehrlichen Umgang kann man mit den meisten gut zurecht
kommen. Natürlich gab es immer die Vorurteile und Clichés gegenüber
den anderen Verbindungen. Aber wie es damals bei uns im Kyklos war, so war es
auch in den anderen Verbindungen. Alle hatten eine gesunde Portion an Selbstvertrauen
und alle wussten genau, dass auch sie besser als ihr Ruf waren. So entstand
eine gesunde Konkurrenzsituation. Man „spötelte“ über die anderen,
und diese nahmen uns nicht immer ganz ernst, genau, wie wir sie nicht immer
ganz ernst nahmen. Und wir konnten immer über alles lachen. Über die
anderen, aber vor allem auch über uns selber, und das scheint so oder so
das wichtigste zu sein: sich nicht immer ganz ernst nehmen; immer auch wieder
über sich selbst lachen zu können.
Versteht ihr jetzt warum ich euch heute hierher geladen habe? Versteht ihr jetzt
warum ich meinen Leuten eine zweite Chance geben will und sie nicht ausschliessen
will? Versteht ihr jetzt warum ich regelmässige 5-Farben-Kanten wünsche,
in welchen offen und ehrlich diskutiert wird? Ich hoffe, dass ihr sehen könnt,
dass euch diese Zeit hier in Schiers vielmehr geben kann, als ihr bisher geglaubt
habt. Sprecht miteinander! Redet über eure Probleme! Versucht eure Differenzen
im offenen Gespräch beizulegen! Versucht die Positionen und Meinungen der
anderen zu akzeptieren! Nur so können wir alle leben, gedeihen und blühen
wie es unser aller Spruch „vivat, crescat, floreat“ verlangt.
Ich danke für eure Aufmerksamkeit.
Scripsit
Reto Nett v/o Navarro, AH-x
Grüsch, den 17. August 2005