SEMESTERBERICHT VON NAVARRO
(anlässlich der Frühlings-HV vom 20. Mai 2000)

  Geehrte Altherren, liebe Aktivitas,

Nun ist es also wieder soweit, ein weiteres Semester in der Geschichte des hochwohllöblichen Kyklos geht mit dem heutigen Tage zu Ende. Auch findet meine erste Amtsperiode als Präses ihr Ende. Zuerst möchte ich Euch aber berichten, was wir in diesem letzten Semester alles gemacht haben:

Seit der Herbst-HV vom 6.11.99 hatten wir vier Sitzungen und zwei offizielle Kneips. Dazu kam noch die Taufe von Hägar. Doch alles der Reihe nach. Ich hatte mir an der letzten HV einige grosse Ziele gesteckt und so begann ich mal alles in die Wege zu leiten. Die Weihnachtssitzung war mehrheitlich vom gemütlichen Beisammensein geprägt und so wurden relativ wenige organisatorische Dinge erledigt. Auf die Weihnachtssitzung folgten dann die hart verdienten Weihnachtsferien. In den letzten beiden Ferientagen konnte ich dann meine Aktivitas dazu bewegen einen Verbindungsausflug in’s Tessin zu unternehmen. (Einzelheiten zu diesem Ausflug werden nachher im Protokoll wiedergegeben!). Nachdem wir also auch das Tessin gesehen hatten, ging’s wieder ab in die Schule. Kurz darauf folgte dann die erste offizielle Sitzung im Jahre 2000. In dieser „Millenniums-Sitzung“ wurde dann verpasstes nachgeholt und die administrativen Dinge hatten Vorrang während des offiziellen Teils. Man diskutierte zum Beispiel über die Homepage, über die E-mail Adresse, über die Einrichtung einer „Präsentationsfläche“ im Schulhaus und man begutachtete das neue Fotoalbum. Nach dem offiziellen Teil durfte dann natürlich der Millenniums-Kneip nicht fehlen! Danach, am 6. März fand wieder einmal ein Eishockeyturnier statt. Mit genau fünf Aktiven (Animo konnte leider nicht anwesend sein)  dafür aber mit Nanga, hatten wir gerade genug Leute um zu spielen. Wir kämpften aber wie die Löwen, oder eben wie Kyklopen, und erreichten so den dritten Platz hinter der Libertas und der Amicitia. Dann folgte für den Kyklos eine etwas ruhigere Zeit, das einzige Problem war nur die Aufstockung der Aktivitas. Zu all dem kam noch dazu, dass Raphaello die Schule im Februar verliess. So konzentrierten wir uns also auf eine Neuaufnahme, und tatsächlich nach langer Suche konnten wir am 16.03.2000 Raphael Stankowski auf das Vulgo Hägar taufen. In den folgenden Wochen kämpften vor allem die Präsiden der Amicitia und der Libertas mit mir und den AH-Präsidenten um eine gerechte Vertragsänderung zwischen der Schule und den Verbindungen im Punkte Aufnahme von 3. Klässlern. In dieser Sache haben wir vor kurzem einen Erfolg erzielt und der neue Vertrag wird in naher Zukunft unterzeichnet. Vor einigen Wochen erhielt ich sogar einen Schlüssel für einen Glaskasten im Westbau. So konnten wir also auch unsere Präsentationsfläche einrichten. Last but not least organisierte ich für die Frühlingsferien, mit freundlicher Unterstützung vom Liberter AH-Präsident Schnorchl, eine Verbindungsreise nach Heidelberg. Fahrt und Logie waren schon organisiert als dann von den anderen Verbindungen eine mehr oder weniger unbegründete Absage kam. Schwer enttäuscht und auch etwas wütend stand ich also da und musste die Reise wohl oder übel  absagen. Nun ja, vielleicht klappt’s später mit der Verbindungsreise. Sonst gibt es zum letzten Semester eigentlich nichts mehr zu sagen, ausser dass ich mich bei meiner Aktivitas bedanken möchte. Trotz, oder vielleicht wegen der relativ kleinen Aktivitas hatten wir sehr viel Spass, aber nicht nur Spass, ich konnte mit Euch auch über ernste Themen diskutieren. Kurz: es macht mir sehr viel Spass gemacht Euer Präses zu sein. Also, auf ein Weiteres. Jetzt aber noch zum nächsten Semester: Da Raphaello wie gesagt nicht mehr aktiv ist, werde ich das Präsesamt ein weiteres Semester behalten, so dass Animo im Herbst dann hoffentlich eine geregelte Verbindung übernehmen kann! Des weiteren muss es unser Ziel sein die Aktivitas um mindestens zwei neue Mitglieder aufzustocken, nicht zuletzt weil Bakschisch nächstes Schuljahr einen Auslandsaufenthalt plant. Ausserdem ist für das nächste Semester noch ein Informationsanlass für den Direktor und die Hausvorstände sowie für den Internatsleiter geplant. Dieser Infoanlass soll die Besagten ein wenig über das Verbindungswesen aufklären. Eine genaue Planung steht noch bevor. Ansonsten werden wie üblich die Sitzungen und Kneips geführt und hoffentlich gibt es dann doch noch eine Verbindungsreise, wenn auch in kleinerem Rahmen. In nächster Zeit werde ich mit der Aktivitas die Sitzungsdaten für das kommende Schuljahr ausarbeiten, so dass wir diese so schnell wie möglich an die Altherren verschicken können. Das wäre also das was von unserer Seite aus geschehen wird. Falls noch irgendwelche Fragen, Anmerkungen oder Ideen vorhanden sind, bitte ich euch diese jetzt vorzubringen, ansonsten habe ich hier geschlossen.

scripsit Navarro*

 

SEMESTERBERICHT VON NAVARRO
(Anlässlich der Herbst-HV vom 4. Nov. 2000)

  Geehrte Altherren, liebe Aktivitas,

Ein weiteres Semester in der Geschichte des Kyklos geht also mit dem heutigen Tag zu Ende. Doch für mich ist es nicht nur der Abschluss eines Semesters, nein für mich ist es auch das Ende meiner Präseszeit. Nun wollen wir uns aber zuerst dem vergangenen Semester zuwenden: Begonnen hat’s eigentlich sehr schlecht. An der Frühlings-HV wurden wir von der Altherrenschaft wiedereinmal schwer enttäuscht. Kein einziger AH wollte erscheinen, ausser Cujo, der aber auch mit reichlicher Verspätung im Tersier eintraf. Nach dieser HV sagten wir uns, dass es so nicht weiter gehen kann. Folglich setzte ich mich hinter meinen Computer und tippte einen Brief an die Altherrenschaft. Knapp an die vierzig Briefe verschickte ich also. Reaktionen?! Wenig bis keine! Nur die jüngeren Altherren haben sich bei mir gemeldet, so zum Beispiel Guerrero oder Fiasco aber auch Cujo. Auf diese klägliche HV folgte noch eine Sitzung und darauf die Taufe von Mathias Fürer auf das Vulgo Berserker. Krönender Abschluss des Schuljahres bildete der Sporttagskneip auf dem Juhée, der aber auch unter meiner Obhut stand. Im letzten Schuljahr mussten wir dann aber noch Bakschisch verabschieden, der ein Auslandjahr macht. Er will nächstes Schuljahr aber wieder einsteigen. So starteten wir also mit einer Korona von sechs Mann ins neue Schuljahr. Am ersten Freitag hatten wir dann schon unsere erste Sitzung. Kurz darauf durften wir dann Jürg Ettinger auf das Vulgo Halieus taufen. Am ersten September ist dann übrigens auch der Vertrag zwischen Schule und Verbindungen, bezüglich Aufnahme von Drittklässlern, in Kraft getreten. Nach der Arbeitswoche beziehungsweise der Maturareise war dann noch der ELA-Ball. Am Freitag davor feierten die Verbindungen noch den offiziellen Verbindungstag. Das heisst, alle Aktiven kamen im Anzug und in Farben in die Schule und präsentierten sich so der Weltöffentlichkeit. Der Kyklos, als einzige Verbindung hatte sogar seine Fahne (also die aus Stoff!) auf dem Hof präsent. Die ELA-Ball-Sitzung am folgenden Samstag war sehr gemütlich und wir hatten einige Eingeladene. Am Abend wurde dann noch mit den anderen Verbindungen auf dem Hof einkantiert. Kurz nach der ELA-Ball-Sitzung konnten wir schon wieder eine Schanzwoche vergeben. Es war Marcel Kuoni, der die Ehre hatte. Während seiner Schanzwoche lief aber noch so einiges: Die Dido, unsere geschätzte Frauenverbindung, hat den Stein ins rollen gebracht. Ursache war die Taufe. Sie, also die Didoninnen, hätten zuwenig Leute an ihren Taufen, ausserdem wolle man eine endgültige Gleichstellung der fünf Verbindungen. Ziel war also, dass wir, also die vier Männerverbindungen, unsere Taufen für die Didoninnen öffnen und, dass wir natürlich auch an ihre Taufen gehen können. Quasi Glasnost in den schierser Verbindungen. Das erregte natürlich die Gemüter in den Männerverbindungen, und man beschloss einen „vier plus eins“ Stamm zu machen. Das heisst, alle Aktiven der Männerverbindungen, die kommen konnten, plus die Präsidentin der Dido trafen sich im Saal der Braui. Man diskutierte die Kreuz und die Quer, und man legte die Taufzeremonielle offen auf den Tisch, denn alle wollten ja mit offenen Karten spielen. Schlussendlich kam man dann auf einen gemeinsamen Nenner und wir beschlossen den Antrag der Dido gutzuheissen. Die neue Regelung soll also ab sofort, das heisst jetzt nach den Herbstferien in Kraft treten. Man nutzte die Gelegenheit des Fünffarbenstammes gerade aus und es wurde für den Februar noch eine Fünffarbensitzung angesagt. Dann hatte auch die Libertas noch ein kleines Problem: Ihr Täufling der noch vor unserem seine Taufe gehabt hätte war krank. Also beschlossen wir die Taufen unserer beiden Jungs zusammenzulegen. Diese Taufe ging dann ohne grössere Probleme über die Runden, obwohl ich persönlich von einer zweifarben-Doppeltaufe überhaupt nicht überzeugt bin. Nun gut, wir durften also auf dem Elysium einen weiteren Kyklopen in unseren Kreis aufnehmen. Wir tauften also Marcel Kuoni am letzten Freitag vor den Herbstferien auf das Vulgo Tschowanni. Am darauf folgenden Samstag hatten wir unseren Hüttenputztermin festgelegt. Sieben der acht Mitglieder der Aktivitas versammelten sich also auf der Hütte. Zuerst wurde jeglicher Abfall von der Hütte nach Grüsch gekarrt. Danach machte man sich ans eigentliche putzen. Gaspo und ich flitzten mit dem Auto meiner Eltern nach Chur um einzukaufen. Eingedeckt mit einem neuen Tisch, mit Werkzeug, Bettbezügen, vier warmen Pizzas und noch mit vielem mehr überraschten wir unsere Farbenbrüder. Nachdem die Hütte geputzt war, der neue Tisch aufgesellt und die Holzschopftür verriegelt war genossen wir noch die Ruhe auf unserer Hütte.

Soviel also zum letzten Semester. Nun möchte ich aber noch schnell auf meine ganze Präseszeit zurückschauen, die ja ein ganzes Jahr dauerte. Ich glaube, dass ich sagen darf, dass es im grossen ganzen eine sehr geglückte Zeit war. Wir haben im letzten Jahr doch einiges unternommen, so darf ich zum Beispiel an den Ausflug ins Tessin oder an den Maibummel erinnern. Aber auch die Sitzungen und Kneips waren praktisch immer ein Erfolg. Auch auf offizieller Seite konnten wir Erfolge verbuchen, so zum Beispiel die Ausarbeitung des neuen Vertrags zwischen Schule und Verbindungen. Daran waren vor allem oder nur die Präsidenten (d.h. Aktivitas- und Altherrenpräsidenten) der Amicitia, der Libertas und des Kyklos beteiligt. Auch bezüglich Aufnahmen haben wir uns nach anfänglicher Stagnation verbessert.

Zu guter letzt möchte ich mich noch bei meiner Aktivitas bedanken. Es hat mir Spass gemacht euer Präses zu sein. Und wenn’s zum Teil auch etwas diktatorisch und laut zuging, es war sicherlich nur zu eurem besten. Trotz der schönen Zeit als Präses freue ich mich nun auf eine etwas ruhigere Zeit, meine Brieftasche wird es mir bestimmt auch danken. Mir bleibt also nur noch meinem Nachfolger Animo dann viel Glück und viel Erfolg zu wünschen. Falls noch irgendwelche Fragen, Anmerkungen oder Ideen vorhanden sind, bitte ich euch diese jetzt vorzubringen, ansonsten habe ich hier geschlossen.

scripsit Reto Nett v/o Navarro*

SEMESTERBERICHT VON BERSERKER
(Anlässlich der Frühlings-HV vom 11. Mai 2002)

Geehrte Altherren, liebe Aktivitas,

Wir haben uns hier und heute versammelt um dem offiziellen Wechsel vom 164. zum 165. Semester seit der Gründung unserer hochwohllöblichen Verbindung beizuwohnen. Wir schliessen somit ein ereignisreiches Semester ab, welches durchaus einen kurzen Rückblick verdient:

Begonnen hat das Semester selbstverständlich mit der HV. Darauf folgte eine Zweifarbensitzung mit der Dido am, welche ich mehr oder weniger gemeinsam mit Miramis präsidierte. Zur gleichen Zeit liefen erste Organisationsschritte und Abklärungen zum Grischakommers an. Am 15. November wurde von Halieus, Tschowanni und El Chino der Schaukasten installiert und seither präsentieren wir uns Seite an Seite mit der Libertas. Am 08.12.01 wurde Gaspo durch eine Altherrentaufe formell in den Altherrenkreis aufgenommen, wo er heute weiter einen steten Einsatz leistet. Am 15.12.01 wurde die Weihnachtssitzung abgehalten, an welcher erfreulicherweise viele Altherren teilnahmen (Mungo, Sidi, Albatros, Shao-Lin, Fiasco, Gaspo). Als nächstes stand der Verbindungsausflug ins Tessin an, welcher dank Animos Hütte, Navarros Bereitwilligkeit zu Fahren und Halieus Nahrungsmittelreserven realisiert werden konnte. Die erste Sitzung im neuen Jahr wurde am 25. Januar abgehalten, an welcher Bakschisch zum neuen Pseudonym La Fontaine kam. Am nächsten Kantus teilten mir Halieus und Tschowanni mit, dass sie den Solarregler installiert haben. Leider funktionierte die Solaranlage aber trotzdem noch nicht, was sie auch heute leider noch nicht tut. Diesmal ist es die Batterie, die uns den Dienst versagt. Am 02. Februar wurde auf dem Elysium die 5-Farbensitzung abgehalten, welche von Mc Donnell und mir präsidiert wurde. Der berüchtigte Amicerflügel brachte die Sitzung gegen Schluss in Aufruhr, so dass abgebrochen werden musste. Wir gewannen prestigehalber das Bierstafettenturnier. Dieses Kunststück gelang uns am Eishockeyturnier der Verbindungen eine Woche später leider nicht und wir landeten auf dem 4. Platz. Während wir auf dem Eis kämpften sass Severin Redmann zu Hause und schanzte auf dass er am 13. Februar auf dem Tersier auf das Vulgo Matador getauft wurde. Am 15. Februar hielten wir eine Vorferiensitzung ab, welche mit einer dreifachen Hammerschmitte beendet wurde. Fünf Tage später holten Navarro und ich die Afraner um 23.30 bei der Braui ab, um sie aufs Munsalvatsch zu dirigieren, wo sie sich vornehmlich ihrer Bierwanne annhahmen und da auf Grund der Kälte das Wasser gefroren war, musste am nächsten Tag eine Latrine ausgehoben werden. Am Freitag wurde dort eine Sitzung abgehalten, die von mir präsidiert wurde. Dies war sicher die feuchteste Sitzung in diesem Semester. Auf diese intensive Zeit folgte ein Monat Pause, welche von der Sitzung am 22.März unterbrochen wurde. Am 28. März fand der Bandenkrieg statt, welcher von der Dido als Ersatz für den auf Grund des schneearmen Winters ausgefallenen Schlitteltag organisiert wurde. Obwohl der Kyklos mangels Interesse nur zu dritt an den Start ging, siegten Halieus, Tschowanni und Matador. Sie haben 26 Flaschen Bier von der Dido zu Gute. Eine Woche später bekam Christoph Theus die Schanzwoche von uns. Und er stellte für uns eine neue Herausforderung dar, weil er am Montag schon alles konnte, was er uns am Donnerstag zeigen sollte. Seine bestandene Taufe begossen wir tags darauf mit einem zünftigen Kneip. Am Morgen musste aber früh aufgestanden werden, um den Zug nach Gruyère um 06.00 Uhr nicht zu verpassen, welches Zielort des AH-Ausfluges war. Wir besuchten dort die Ausstellung von Hans Ruedi Giger und einige nach Käse duftende Beizen. Am 18.04.02 fuhr uns El Chino nach Zürich ins weisse Kreuz, wo ein AH-Stamm stattfand, an welchem zahlreiche Altherren aus der BK-Phase zugegen waren. Am 27.04.02 folgte dann endlich der lang erwartete Grischakommers. Leider nahmen nur ca. die Hälfte der angemeldeten teil, wobei wir trotzdem 48 Leute waren. Auch wenn der Grischakommers nicht ablief wie gewollt, sollte dieser Anlass unbedingt beibehalten werden. Er könnte als Plattform für die Altherren dienen, welche sich dort auch mit Mitgliedern anderer ehemaliger Coronas treffen können. Die Schierser Verbindungen haben an diesem Anlass gemeinsam den Bierstafettenpokal gewonnen. Zu guter letzt hatten wir (Bakschisch, Berserker, Tschowanni und Kirchberg) am Tag der Arbeit wirklich gearbeitet und zwar in Form eines Hüttenputzes. Trotz der geringen Anzahl der Arbeiter haben wir einiges geleistet, wie man sieht.

Dies ist das Semester in aller Kürze zusammengefasst. Bevor ich schliesse möchte ich aber die Gelegenheit ergreifen und ein paar persönliche Gedanken zur Verbindungswelt äussern: Der Humanisierungstrieb der heutigen Gesellschaft macht auch nicht vor uns Verbindungen halt. Die Stellung des Präses wird zusehends in den Hintergrund gedrückt, d.h. er verliert zusehends an Befehlsgewalt. Dies lässt den Sitzungsablauf chaotischer und undisziplinierter werden. An der 5-Farbensitzung hat man gesehen, in was diese Entwicklung münden kann. Ich bezweifle nicht, dass ein Präses auch Fehler macht, aber manchmal beabsichtigt der Präses mit einer gewissen Handlung auch etwas, das die Corona nicht sofort versteht. Vertrauen ist hier ein Stichwort und Akzeptanz einer höheren Instanz. Dieses Vertrauen gründet auf der Annahme, dass der Präses das ihm Bestmögliche tut, Gutes für die Verbindung zu bewirken. Aber nicht nur Vertrauen, sondern auch Verantwortung ist ein Schlagwort. Diese übernimmt nämlich der Präses und somit hat er das Recht das zu tun, was er verantworten kann und will. Prinzipiell stehen so alle Kompetenzen offen. Die Corona sollte indirekt über den Präses auf das Sitzungsgeschehen eingreifen, nicht durch Störung des Sitzungsablaufs, d.h. wenn jemand einen Vorschlag hat, soll er ihn zum Besten geben, aber auch gefasst sein, dass er abgelehnt wird. Das sind alles ganz einfache Dinge, aber sie funktionieren nicht. In unserer Verbindung hält sich dies noch in Grenzen, in anderen ist die Wirkung gravierender.

Zum Schluss möchte ich mich bei der Corona für ihr aktives Verhalten während meiner Präsidialzeit bedanken. Auch den Altherren sei Dank für die finanziellen Zuwendungen gesprochen. Falls keine Bemerkungen, Fragen oder anderes mehr kommen, schliesse ich hiermit.

Scripsit Berserker*

SEMESTERBERICHT VON HALIEUS
(Anlässlich der Herbst-HV vom 02. November 2002)

Liebe Altherren, geschätzte Aktivitas

Nun also haben wir uns wiedereinmal getroffen um ein weiteres, ereignisreiches Semester in der langen Geschichte des Kyklos zu besiegeln. Auch dieses verdient durchaus einen kurzen Rückblick:

Begonnen hat das Semester eigentlich wie jedes andere auch und somit wurden die Kyklopen und ihre Altherren, besser gesagt und ihr Altherr Zoff!, am 11. Mai auf das Tersier gerufen, um die Frühlings-HV durch zu führen. Nach dieser HV war beim Kyklos zuerst einmal für einen Monat Sendepause. Durch diese grosse Pause war natürlich die ganze Corona topp motiviert für die Sitzung vom 7. Juni. Berserker hielt einen ausgesprochen interessanten Vortrag über politische Korrektheit, daraufhin wurde natürlich ausgiebig diskutiert. Für Animo und Navarro stand als nächsten Grossevent die Matur an. Man sah ihnen die grosse Erleichterung und Erschöpfung an, doch man ist sich nicht sicher, ob sie diese Erschöpfung vom vielen lernen hatten oder vom grossen Fest danach. Auf jeden Fall haben beide die Matur mit Bravour bestanden und am Tag danach die AH-Taufe organisiert. Zu dieser Taufe kamen sogar einige Altherren des Kyklos (Fiasco, Guerrero...) und der Amicer, obwohl diese eigentlich selber eine Sitzung hatten. Der Sporttag rückte mit der Zeit immer näher und somit auch der Sportagskneip. Dieser wurde, wie man beschlossen hatte, auf dem Elysium abgehalten, wobei noch zu sagen ist, dass das Bier nicht unbedingt in rauen Mengen vorhanden war. (Zitat aus der Homepage: „16 Mann traten gegen 16 Kästen Bier an, die Verlierer werden noch heute abgefüllt.“). So konnte man also ohne Sorgen, dass das Bier ablaufen würde, in die Sommerferien. Da am Samstag, den 31. August das EMS-Fest stattfand, musste man die ELA-Ball Sitzung auf den Freitag vorverschieben. Das hatte natürlich seine Folgen und es fanden, eigentlich unüblich für diese Sitzung, keine Altherren auf dem Tersier ein. Das EMS-Fest jedoch wurde zu einem grossen Erfolg, besonders dabei ist die Verbindungsbar zu erwähnen.

Als wir uns am 20. September auf dem Tersier zu einer weiteren Sitzung trafen, fanden wir unseren schon lange ersehnten Preis des Bandenkrieges vor. Dieser wurde relativ schnell fortgesoffen, so dass wir uns wieder auf das andere Bier konsentrieren konnten, welches bei dieser Sitzung in besonders rauen Mengen floss. In der nächsten Woche trafen sich alle Praeses der fünf Verbindungen im Brauisaal ein, um wiedereinmal die Situation der Verbindungen zu diskutieren. Extrem vieles und wichtiges kam dabei nicht heraus, denn was beschlossen wurde traf beim Kyklos nicht ein, weil wir im Laufe der Zeit schon fast eine Vorbildrolle den anderen Verbindungen gegenüber eingenommen haben. Wir sind praktisch die einzigen, bei denen alles noch richtig funktioniert und dabei den alten Traditionen folgen!

Am 29. September trafen sich die Kyklopen, einige Altherren und einige Auserwählt bei unserem Ehrenmitglied Nanga ein, um ein weiteres Tempelifest zu geniessen. Wir wurden sowohl biertechnisch, als auch kulinarisch in höchstem Masse verwöhnt, darum möchte ich gerade hier Nanga nochmals für das schöne Fest danken. Mein Semester ging langsam dem Ende zu, darum organisierte ich eine Calanda Bräu Brauerei Besichtigung, die zum Erfolg wurde, obwohl man von der Brauerei nicht besonders viel zu sehen bekommen hat. Dafür aber wurden wir mit reichlich viel Bier beschenkt. Meine letzte Sitzung stand nun also am letzten Freitag vor mir und sie wurde beinahe zu einem Verhängnis, das uns alle schlimm getroffen hätte. Nämlich so gegen 19.30 Uhr ging uns plötzlich das Bier aus, da uns der Jecklin womöglich vergessen hatte. Matador versucht daraufhin ganz verbissen unseren Getränkelieferanten noch zu erreichen, was ihm nach ca. 40 Minuten gelang. Eine Stunde später hatten wir wieder Bier und die Sitzung lief wie gewohnt weiter.

Nun also stehe ich hier und verricht noch meine letzte Tat als Praeses. Ich muss sagen, es war eine schöne Zeit mit euch, auch wenn ihr manchmal nicht einfach zu bändigen seid. Ihr wart eine aufmerksame, aktive Corona.

Falls keine Bemerkungen, Fragen oder etwas anderes kommt, möchte ich hiermit schliessen.

Euer Praeses Halieus*

SEMESTERBERICHT VON BAKSCHISCH
(Anlässlich der Herbst-HV vom 01. November 2003)

Geehrte Altherren, liebe Aktivitas

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Beginns eines neuen Semesters in der Geschichte des Kyklos und dies soll natürlich kräftig gefeiert werden.

Die Ereignisse des vergangenen Semesters kann man nicht einfach so vom Tisch fegen und diese müssen darum in einem kurzen Rückblick erläutert werden.
Aufgrund von zeitlichen Problemen die durch das neue MAR System verursacht wurden war ich schon früher als erwartet in der Hyrarchie des Kyklos aufgestiegen und zwar für kurze Zeit zu einem so genannten „halben Präses“. Am 3.5.03 war der Zeitpunkt für die Aktivitas gekommen Abschied von Berserker und Hägar zu nehmen, die mit einer bestandenen Matura im Sack die Schule verließen. Am 2.6.03 fand ein Fünffarben Kantus statt wo es in erster Linie um den Schaukasten ging. Von der Seite der Didos und Amicitia kam der Wunsch auf an einer Beteiligung der beiden Schaukästen, die bis anhin von uns und den Lybertern benutzt wurden. Man einigte sich nach einer Diskussion auf einen gemeinsamen Schaukasten in welchem sich alle Schierser Verbindungen präsentieren. Die Umstrukturierung des Schaukastens wurde auf die Schulzeit nach den Sommerferien angesetzt. Am14.6.03 hatte das Zittern und Bangen für die zwei damaligen Maturanden, El Chino und Tschowanni und den ehemaligen Seminaristen Padomm ein Ende und so machten sie sich mit ihrem Diplom oder Patent aus dem Staub. Die Anzahl der Verbindungsmitglieder schrumpfte in diesem Semester von neun auf vier Aktive. Die Sitzung vom 27.6.03 wurde zu einer HV unbenannt und so konnten die anstehenden Ämterwechsel schlussendlich doch noch durchgeführt werden. Spätestens ab jetzt war ich ein stolzer Präses des Kyklos. Die Aktiven konnten den Ferienanfang und natürlich den Sportagskneip kaum erwarten. Da es schon im vornhinein klar war, dass nur ein Kyklope über das nötige Fachwissen verfügt, wie man ein Kneip leitet, hat sich Halieus dazu bereit erklärt diesen Mitternachtskneip als HP zu leiten. Was alle Kneips gemeinsam haben ist ein hoher Spaßfaktor und ein „Kater“ am Morgen danach, darum sind an dieser Stelle keine weiteren Worte zu verlieren.

Nach einer langen Sommerpause trafen sich die Kyklopen am 29.8.03 wieder einmal auf dem Tersier um dem laissez- faire Lebensstil, den man sich aus den Ferien gewohnt ist, mit einer streng geordneten Sitzung ein Ende zu bereiten. In diesem Semester kam man noch zweimal zusammen um die Schaukastenfrage zu klären, was auf keinen grünen Zweig geführt hat. Eine erfreuliche Nachricht ist, dass in der Zukunft ein Informationstag aller Schierser Verbindungen für die Unterstufenschüler veranstaltet werden soll.

Für die meisten Aktiven war eine Sonntagssitzung bis anhin etwas Außergewöhnliches, was sich am 28.9.03 änderte. Zu dieser Sitzung erschienen einige junge Altherren, die gerade dabei waren die Rekrutenschule zu absolvieren und eine Flucht aus dem harten Alltag wagten. Das Resultat waren Gespräche über das Militär, was der Sitzung den Namen „Militärsitzung“ verlieh.

In den Herbstferien entschlossen wir uns das Budget des Kyklos aufzupolieren und verrichteten darum Arbeit im Freien für die Gemeinde Maienfeld. Der organisatorische Teil hat Halieus übernommen. Unerwartet sanken die Temperaturen drastisch und das Wetter spielte auch nicht immer mit. Unser Arbeitsbereich war hauptsächlich im Wald, wo wir dafür sorgen mussten, dass schmale Pfade besser begehbar für Jäger und Förster wurden. Obwohl wir abends tod müde waren und sich Schmerzen vor allem an den Händen bemerkbar machten, waren wir stolz auf unsere Leistung und der Gedanke endlich wieder Zwickel Bier kaufen zu können stimmte uns fröhlich. Eine Elaballsitzung stieg dieses Jahr leider nicht, aber am nächsten Morgen hieß es für alle Aktiven früh aus den Federn um das Tersier wieder auf Hochglanz zu bringen. Gegen Nachmittag statteten uns die pensionierten Besitzer der ehemaligen Stammbeiz, die Sonne, einen Besuch ab. Natürlich boten wir ihnen Kuchen und ein Glas Most an und so begann man über alten Zeiten zu plaudern und wurde auch einige male gerühmt, das wie folgt tönte „Iar sind scho flotti Purschta gsi“. Na, ja diesen Ruf haben wir nicht bei allen Leuten im Dorf.

Zu guter letzt möchte ich mich selbst besinnen ob ich alles erreicht habe während meiner Präses Zeit. Wie man sehen kann ist in unserer Hütte Strom verfügbar und ich denke mit dem Arbeitstag haben wir das Finanzproblem gelöst. Leider ist in diesem Semester kein neues Mitglied zu uns gestoßen, wobei der Ruf der Verbindungen an der Schule ein Grund dafür sein könnte. Im Großen und Ganzen habe ich die Ziele erreicht.

Meine Zeit als Präses naht hiermit dem Ende. Es war eine schöne und lustige Zeit als Präses, auch wenn ich manchmal hart durchgreifen musste. Ich bin der Meinung, dass wir Aktiven, auch wenn nur zu viert, eine ganz tolle Gruppe sind und möchte an dieser Stelle für euren Einsatz und eure Aufmerksamkeit danken. Ebenfalls danke ich den Altherren für ihre Spenden und für die Bemühungen an möglichst vielen Sitzungen beizuwohnen.

Falls keine Fragen oder Anmerkungen mehr vorhanden sind, schließe ich hiermit.

Euer Präses Bakschisch*

 

SEMESTERBERICHT VON TSCHOWANNI
(anlässlich der HV vom 5.4.2003)

Sehr verehrte Altherren, liebe Aktivitas

Wieder geht ein Semester beim hochwohllöblichen Kyklos zu Ende, wieder einmal heisst es Chargen-Wechsel innerhalb der Verbindung. Anlässlich dieser Hauptversammlung möchte ich als abtretender Praeses des Kyklos Schiers euch meinen Semesterbericht vorlegen. Am 2.November 2002 übernahm ich mit grossem Stolz die Corona von Halieus. Hocherfreut über die Anwesenheit vieler Altherren verlas ich meine Antrittsrede der Runde. Und schon an dieser Hauptversammlung schien das Zeichen gesetzt zu sein, dass es keine einfache Aufgabe sein wird für mich als Praeses. Mehr dazu aber später. Frohen Mutes reiste die Corona am 14.November 2002 im Auto von El Chino Richtung Zürich, um dort am Altherrenstamm teilzunehmen. Im Restaurant "Weiss Kreuz" sass man gemütlich in einer Runde, ass und diskutierte zusammen mit den Altherren, wobei es auch die ältesten unter ihnen nicht lassen konnten, mitten in der Beiz einen Cantus anzustimmen. Ich persönlich finde diese Art von Treffen innerhalb des Kyklos eine sehr wichtige Sache. Mit diesem Stamm ist der Kontakt zwischen Altherrenschaft und Aktivitas zweimal im Jahr gewährt. In Zukunft sollte man dieses Treffen aber in einem geeigneteren Restaurant abhalten, so zum Beispiel in einem Saal oder so ähnlich. Somit appelliere ich an die Altherrenschaft, sich nach einem besseren Ort für den zukünftigen Stamm umzusehen. Am 29.11. dann meine erste Sitzung, wo wir jedoch nur zu fünft auf dem Tersier waren. Wieder einmal liessen uns die Eingeladenen im Stich. Unsere Stammbeiz, die Sonne schloss am 18.12 für immer ihre Türen. Aber wir Kyklopen liessen es uns nicht nehmen, die Einladung unserer Stammwirtin und ihres Ehegatten in den Wind zu schlagen. So sassen wir am besagten Abend biertrinkend in der Sonne, wobei uns alles kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Wenige Tage darauf nahmen wir dann unsere neue Stammbeiz, den Adler, in unseren Herzen auf. Das Bier ist ein ganz wenig billiger als in der Sonne, und auch die Serviertochter macht gar kein so üblen Eindruck. Das nächste grosse Ereignis war natürlich die Weihnachtssitzung. Umrahmt von Eingeladenen und zahlreichen Altherren zelebrierten wir dieses Crambambuli Fest. Aber die Sitzung artete gegen Schluss hin vollends aus. Harass sang den "Schacher Seppali" und tanzte wenig später wie wild auf dem Tisch herum. Zürri-Oberschnorri Cäep störte während des ganzen Sitzungsablaufes die Runde und Ehrenmitglied Nanga wollte am unteren Tischende gar eine eigene Sitzung in Schwung bringen. Zum Schluss flogen Bierflaschen durch die ganze Hütte, der Tisch wurde umgekippt… Das Ausmass des Schadens wurde erst am nächsten Tag wirklich bewusst! Die Silvesterpause war es dann nur, die die Weihnachtssitzung und die Reise ins Tessin zu Animos Hütte trennten. Leider kamen gewisse Aktivmitglieder nicht ins Tessin, wobei ich die Gründe an dieser Stelle lieber nicht erwähnen möchte. Am 24. Januar waren die Afraner wieder bei uns zu Besuch. Berserker hat die ganze Sache gut eingefädelt und so fand an jenem Abend eine Sitzung aller Farben zusammen mit den Mitgliedern der Afrania hoch zu Heidelberg auf dem Juhee statt. Die Sitzung wurde von mir geleitet. Es folgten weitere Sitzungen, so zum Beispiel am 31.Januar und am 21.März. Eines meiner Ziele war sicherlich die Aufnahme eines neuen, uns würdigen Kyklopen. Doch über dieses Ziel schoss ich leider weit hinweg. Die Schuld lag sicherlich nicht bei mir. Bei unseren zwei engsten Kandidaten lief es halt einfach schief. Beim ersten war es unser Fehler, der zweite Zukünftige wollte nicht annehmen. Ein trauriges Kapitel meiner Amtszeit. Zum Schluss danke ich der Corona für ihr starkes Engagement während meiner Zeit als Praeses des hochwohllöblichen Kyklos. El Chino wird seine Sache bestimmt gut machen.

Vivat, crescat, floreat in aeternum Semper fidelis

Scribsit Tschowanni, x

SEMESTERBERICHT VON SEKKER

Liebe Altherren, geschätzte Aktivitas

Nun ist es wider einmal soweit und ein Semester ist zu Ende gegangen. Viel ist in dieser Zeit passiert und ich werde nun einen kleinen Rückblick darauf geben. Begonnen hat das Semester mit der Frühlings HV vom 29. Mai. An diesem Tag war ich genau 1 Jahr und 2 Tage in der Verbindung des hochwohlüblichen Kyklos. Als ein eher junger Präses stellte ich mich der Herausforderung, eine bis dahin noch aus 5 Mitgliedern bestehende Aktivitas zu führen. Aber nicht mehr lange waren wir, für die Verhältnisse dieser Zeit, eine grosse Mitglieder Zahl. Im Juni bestanden Halieus und Bakschisch ihre Matura. Mit diesem Vorhersehbaren Ereignis standen wir noch zu dritt da. Aber die Hoffnung das Kirchberg endlich aus seinem längeren Urlaub zurück kommen wird, macht mir Mut. Am 25. Juni, hatten wir noch die letzte Sitzung vor den Sommerferien. Leider konnte nur ich und Wexel an dieser Sitzung erscheinen, dafür aber hat uns, neben den Zahlreichen Besuchern der anderen Verbindungen, auch noch Padomm die Ehre gegeben. Nach dieser, doch für einen Teil der Anwesenden trinkfreudigen Sitzung, lief man, vielleicht ein bisschen Trunken, an den Bahnhof und nach Hause. Aber leider hörte ich etwas das mich den Mut fast verlieren liess. Die beiden Aktiven, Matador und Wexel bestehen das Schuljahr nicht und die Klasse wiederholen können sie auch nicht. Nach diesem, ein wenig grösserem Schock dachte man nur noch: Wie weiter jetzt? Man befürchtete schon das schlimmste, aber ein wenig Mut blieb mir immer noch. So wollten wir trotzdem, den Sporttagskneip geniessen und ein bisschen von unserem Frust bei ein-zwei Bier runterspülen. Aber als ich, Matador und Plascho auf dem Juhee oben angekommen waren, und die Uhr 12 schlug, sah man ausser uns dreien niemanden auf der Hütte. Zum Glück kamen später noch Squatsch und Sentox zusammen mit drei Didoninnen. Zu siebt führten wir einen Kneip durch, der um 4 Uhr Morgens aufhörte und bis spät in den nächsten Tag hinein noch zu spüren war. So kam dann auch schon die Sommerpause und man hoffte, dass das nächste Schuljahr dem Kyklos und den Schierser Verbindungen im Allgemeinen mehr Glück bringt! Als die Ferien zu Ende gingen überlegte ich mir schon, wie die Sitzungen mit 2 Aktiven so sein werden… Nichtsdestotrotz hiess es in den ersten paar Tagen Schanzwoche geben!, und das taten wir auch am Freitag der ersten Woche. Zu zweit gaben wir David Sutter die Schanzwoche, die er voller Freude annahm. Diese Schanzwoche wurde, aus Sicht der Alemannia, auch als SMS Terror Woche bezeichnet! Am darauf folgenden Freitag, an einer 2-Farben Taufe zusammen mit der Alemannia, tauften wir David, nach bestandener Prüfung, auf das Vulgo Dalupo! Am nächsten Tag, musste sich der junge Kyklope schon an seiner ersten Sitzung beweisen. Und zusammen mit dem Altherren Vorstand und den beiden, vom Ausland zurückgekehrten, Kirchberg und El Chino hatte man eine schöne Sitzung. Die beiden erzählten von ihren schönen und weniger schönen Erlebnissen, aus Mexiko und Amerika. Am 4. September 2004 feierte der Kyklos (ehem. BK) seinen 85 Jähriges Jubiläum. Jung und Alt trafen sich in Bern und liessen ein erlesenes Programm über sich ergehen. Nach einem kleinen Imbiss besuchten wir den neuen Bundesplatz. Als wir die Schönheit des Brunnens bewundert hatten, gingen wir in das Einsteinhaus. Wir erfuhren viel über die Noten und die Denkweise eines Genies. Anschliessend liessen wir uns im Restaurant "Altes Tramdepot" verwöhnen. Alle genossen den herrlich warmen Spätsommertag und es wurde viel diskutiert, gescherzt und getrunken. In der darauf folgenden Woche haben wir uns ein Konto bei der Raiffeisen eingerichtet. Natürlich hoffen wir alle, dass dieses Konto eine Zeit lang bestehen kann. Am 18. September traf man sich wider mal auf dem Elysium und hielt eine 2-Farben Sitzung zusammen mit der Libertas ab. Schon früh wurde mit dem Couleursuff von Dalupo eine Wurffreudige Sitzung verkündet! Es gaben uns die Altherren Mc Donnell und Manatro die Ehre. Von Seiten des Kyklos sah man leider keine AH's. Zu guter letzt stand noch der Hüttenputz an. Zu dritt kämpften wir uns durch die Hütte und benutzten auch zum ersten Mal einen Staubsauger. Den Strom dafür bekamen wir von den Jenny's. Die meiste Arbeit aber hatten wir rund um die Hütte, weil durch das fällen der Bäume, das Unkraut nur so wucherte. Am Donnerstag dem 21. Oktober hatten wir auch noch einen 5-Farben Cantus. Besprochen wurde dort unter anderem, dass man eine 3-Farben ELA-Ball Sitzung mit den Libertern und Amicern machen wird und am Freitag vor dem ELA-Ball findet der Verbindungstag statt, so sehen uns die jüngeren Schüler auch und können mögliche Fragen stellen. Es wird einen Information Tag an der Schule geben, das Datum und wie wir das am besten machen muss noch am nächsten 5-Farbencantus besprochen werden. Aber wie es aussieht wird jede Verbindung dabei mitziehen. So komme ich nun zum Ende meines Semesterberichts. Ich denke, ich habe meine Ziele als Präses erreicht. Wir haben ein neues Mitglied dazu gewonnen, die Präsents an der Schule haben wir wider und werden dafür sorgen, das es so bald wie möglich einen Informationstag gibt. Um Geld müssen wir uns auch nicht wirklich grosse Gedanken machen, wie wir im Kassenbericht von Kirchberg gesehen haben. So naht meine Zeit sich bald dem Ende zu. Es gab viele Themen die wir ansprachen und einer davon, ist sicher der Teil mit den Mitgliedern. Aber wie ich hier heute sehen kann, sind wir nicht mehr viele, aber die die wir sind, sind Kyklopen mit Leib und Seele. So kann ich nur hoffen, dass es weiter geht. Auf ein neues Semester unter einem neuen Präses.

KYKLOS, vivat, crescat, floreat in aeternum!

Sekker*

NAVARROS ERÖFFNUNGSREDE ZUM 5-FARBENKANTUS
(anlässlich der Schandtat der Aktivitas des Kyklos, 18. August 2005)

Sehr geehrte Präsidentin, geehrte Präsidenten,
geschätzte anwesende Damen und Herren,

Der Grund für unser heutiges Zusammenkommen ist wahrlich kein schöner! Dennoch bin ich froh und dankbar, dass ihr am heutigen Abend alle erschienen seid. Der eine oder andere hätte sicherlich noch einen anderen Termin oder anderweitige Verpflichtungen gehabt. Heute aber geht es um etwas sehr wichtiges und eure Ansichten, Meinungen und offenen und ehrlichen Äusserungen sind heute gefragt.
Es dürfte wohl allen klar sein warum wir uns heute hier versammelt haben. Die Aktivitas meiner Verbindung, des Kyklos, hat während den vergangenen Sommerferien schändliches begangen. Couleurartikel anderer Verbindungsmitglieder wurden mutwillig zerstört! Dabei wurde eine Fahne, sowie ein Farbband verbrannt und ein Prügel auf übelste Weise zugerichtet. Als ich von dem Vorfall gehört habe war ich fassungslos, ratlos, enttäuscht und stink sauer. Ich verabscheue diese Tat aus tiefstem Herzen und ich schäme mich das erste mal Kyklope zu sein! So etwas darf nicht geschehen. Wir alle kennen den ideellen Wert hinter all diesen Couleurartikeln. Wir wissen alle, was einem Couleurträger das Farbband bedeutet. Wir wissen alle welche unersetzlichen Erinnerungen in einem Kantusprügel stecken. Und wir wissen alle was die Fahne für eine Verbindung bedeutet. Der Beginn der zweiten Strophe unseres Farbenkantus lautet denn auch: „Hoch und heilig schwebt die Fahne, uns zum Glücke und zum Mahne“. In demselben Lied singen wir im Refrain: „Schwarz-weiss-schwarz sind unsre Farben, unser Freundschaft heil’ges Band, es soll leben immer leben gegen allen Widerstand“. Für mich ist es ein Rätsel, dass jemand der diese Strophen tief in seinem Herzen tragen sollte und der die Werte einer Verbindung und derer Merkmale kennt, zu so einer verwerflichen Tat im Stande ist. Als ich den Eintrag der Dido in unserem Gästebuch sah, habe ich mit einem offenen Brief reagiert, welchen ich der Dido und meiner Aktivitas per e-mail schickte und gleichzeitig auch im Gästebuch publik machte. Darauf folgten noch einige Einträge in unser Gästebuch, welche ich auch sehr begrüsste. Unter anderem forderte man, dass man die Schandtäter aus der Verbindung ausschliesst. Ich möchte hier klipp und klar sagen, dass dies für mich keine Option darstellt. Zum einen will ich den Betroffenen eine zweite Chance geben, denn die verdient in meinen Augen ein jeder von ihnen. Sie haben eine schändliche und vermutlich unentschuldbare Tat begangen, aber sie begegneten mir davor und danach immer mit Offenheit, Klugheit, Einsatzvermögen und Respekt gegenüber ihren Mitmenschen aber auch gegenüber der Sache der Verbindung. Zum anderen löst ein Ausschluss dieser Personen aus dem Kyklos die Probleme nicht, die wir hier noch besprechen wollen. Aus diesen Gründen kommt ein Ausschluss für mich und für den gesamten Vorstand des Kyklos nicht in Frage.
Als Teil einer Wiedergutmachung – wenn man dem überhaupt so sagen kann und darf – schlagen wir vorerst folgendes vor: Die Aktivitas des Kyklos ersetzt selbstverständlich alle materiellen Schäden. Die Fahne wird natürlich ersetzt, genaugleich wie auch das Farbband. Der Prügel wird auch ersetzt, bzw. möglichst in den Zustand zurückgebracht, wie man ihn damals auf unserer Hütte aufgefunden hat. Über die genauen Formalitäten diesbezüglich müsst ihr euch untereinander einigen. Die Aktivitas des Kyklos kann selbst entscheiden, ob sie die materiellen Schulden aus der Kassa oder jeder aus dem eigenen Sack bezahlt. Die Geschädigten können sagen, ob sie lieber das Geld für die Reparatur resp. die Wiederherstellung ihrer Güter haben wollen, oder ob sie direkt die Waren haben möchten. Weiter machen wir vom AH-Vorstand des Kyklos der Dido das Angebot, dass die Beteiligten dieser Schandtat das ganze Schuljahr hindurch die Budikelarbeiten nach den Dido-Sitzungen übernehmen. Die Dido kann selbstverständlich entscheiden, ob sie von diesem Angebot Gebrauch machen will oder nicht. Last but not least, haben wir im Vorstand beschlossen, dass die Aktivitas des Kyklos in Zukunft regelmässig 5-Farbenkanten organisiert, in welchen die aktuellen Probleme, Nöte etc. offen und ehrlich ausdiskutiert werden. Ich komme nachher noch darauf zurück. Diese letzte Massnahme soll dazu dienen das Problem vor welchem wir stehen bei der Wurzel zu packen. Nach dem ersten Schock sind dies also die Vorschläge, welche euch der AH-Vorstand des Kyklos vorerst unterbreiten kann. Intern werden wir in Zukunft noch einiges zu besprechen und zu regeln haben.
Ich für meinen Teil kann mich nur nochmals in aller Form bei allen geschädigten Parteien entschuldigen, für das was meine Aktivitas, resp. ein Teil davon euch angetan hat. Neben dem materiellen und ideellen Schaden, gilt es aber auch einen immateriellen und zwischenmenschlichen Schaden zu beklagen. Ohne ihre Tat rechtfertigen zu wollen – was im Übrigen auch nicht möglich ist – hat die Aktivitas des Kyklos versucht eine Erklärung für die vorgefallenen Ereignisse abzugeben. Darin ist vor allem nachzulesen, dass das Verhältnis unter den Schierser Verbindungen zurzeit sehr schlecht ist. Dies ist offenbar schon länger der Fall und nicht etwa erst seit den jüngsten Ereignissen. Nach mehreren Gesprächen vor allem mit unserem Aktiven-Präses Kirchberg, habe ich sogar dass Gefühl, dass hier tatsächliche Hassgefühle mit im Spiel sind. Es herrscht offenbar nicht mehr ein gesunder, nicht immer ernst gemeinter Konkurrenzkampf unter den Schierser Couleurikern, sondern es herrscht zum Teil tiefe Abneigung, sei es gegenüber einzelnen Personen oder sogar gegenüber ganzen Verbindungen. Die jüngsten Ereignisse scheinen diesbezüglich das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht zu haben.
Wollen wir langfristig das Überleben der Schierser Verbindungen gewährleisten müssen wir unbedingt und unverzüglich etwas gegen die momentane Situation unternehmen. In den letzten Jahren konnte man eine bedauernswerte Entwicklung in Sachen Verfügbarkeit von neuen Verbindungsmitgliedern konstatieren. Die Direktion der EMS steht den Verbindungen auch nicht mehr positiv gegenüber. Die äusseren Umstände erscheinen also schon ernsthaft genug. Warum machen wir uns dann gegenseitig noch das Leben schwer? Warum hassen wir uns gegenseitig? Warum gehen wir nicht aufeinander ein? Warum spricht man nicht miteinander über vorherrschende Probleme? Ich würde mich freuen, wenn wir diese Fragen heute beantworten könnten. Mir ist bewusst, dass wir das Problem nicht von heute auf morgen lösen können, und erst recht nicht allein am heutigen Abend. Aber wir müssen das Problem endlich an der Wurzel anpacken. Wir können und dürfen nicht länger um den heissen Brei reden. Lasst uns heute damit beginnen. Lasst uns heute anfangen die wahren Probleme zu erörtern. Lasst uns heute anfangen persönliche Differenzen vor dieser Türe zu lassen, um offen, ehrlich und fair miteinander zu diskutieren. „Alles leben ist Problem lösen“, sagte Karl Raimund Popper. Lasst uns heute damit beginnen, damit nie wieder etwas ähnliches wie das Vorgefallene passieren muss!
Bevor ich schliesse möchte ich euch noch folgendes sagen: Ich war zu meiner Schierserzeit über vier Jahre aktiver Kyklope. Wir waren weiss Gott keine heiligen, und wollten es auch nie sein. Wir Kyklopen hatten unseren Ruf: Wir waren die „Säufer vom Loch draussen im Tersier“. Uns störte das wenig, denn wir wussten genau, dass wir einiges besser als unser Ruf waren. Uns fehlte es an viel zu meiner Anfangszeit im Kyklos, aber nie an Selbstvertrauen, Überlebensgeist und – und dies ist das allerwichtigste – uns fehlte es nie an tiefer Freundschaft. Einer für alle und alle für einen; so genossen wir eine herrliche Zeit in der Verbindung und auch in Schiers im Allgemeinen. Warum konnten wir aber das Leben in Schiers so geniessen? Weil wir zusammenhielten wie Pech und Schwefel. Aber nicht nur unter Kyklopen, sondern unter allen Verbindungen. Wir veranstalteten Mehrfarbensitzungen, wir luden einander gegenseitig zu regulären Sitzungen und Kneips ein, wir genossen unzählige wundervolle Abende – völlig unabhängig von Verbindungsfarben – in der Braui. Wir hatten es gut miteinander und wir genossen eine herrliche Zeit. Dies ist der Grund weshalb ich mich immer wieder gerne zurück an meine Schierserzeit erinnere. Es waren die Brauiabende, in welchen wir von Donnerstag Abend bis um Freitag Morgen, als die Schule wieder anfing unten an unserem Tisch sassen, diskutierten, tranken und lachten. Es waren die Sitzungen mit meinen Kyklopen, zusammen mit meinen Freunden aus der Alemannia, der Amicitia, der Dido und der Libertas. Es waren die Kneips und die Ausflüge zusammen mit all diesen Leuten. Es sind diese Erinnerungen, welche ich in mir hege, und nicht die Erinnerungen an die Schule selbst, mit dem Unterricht und den Lehrern. Nur dank diesen Erinnerungen stecke ich auch heute noch nicht wenige Stunden in die Angelegenheiten des Kyklos.
Ihr habt vielleicht bemerkt, dass ich vorhin die Verbindungen in alphabetischer Reihenfolge aufgezählt habe, um nicht etwa missverstanden zu werden. Wichtigster Punkt ist aber, dass ich alle Verbindungen aufgezählt habe, denn ich hatte und habe immer noch sehr gute Kollegen in allen, und ich betone in allen Schierser Verbindungen und war auch häufiger Gast auf dem Elysium, auf Juhee und auf Munsalvatsch.
Natürlich mag man nicht alle Leute gleich gut, und das ist auch recht so. Aber dank einem offenen und ehrlichen Umgang kann man mit den meisten gut zurecht kommen. Natürlich gab es immer die Vorurteile und Clichés gegenüber den anderen Verbindungen. Aber wie es damals bei uns im Kyklos war, so war es auch in den anderen Verbindungen. Alle hatten eine gesunde Portion an Selbstvertrauen und alle wussten genau, dass auch sie besser als ihr Ruf waren. So entstand eine gesunde Konkurrenzsituation. Man „spötelte“ über die anderen, und diese nahmen uns nicht immer ganz ernst, genau, wie wir sie nicht immer ganz ernst nahmen. Und wir konnten immer über alles lachen. Über die anderen, aber vor allem auch über uns selber, und das scheint so oder so das wichtigste zu sein: sich nicht immer ganz ernst nehmen; immer auch wieder über sich selbst lachen zu können.
Versteht ihr jetzt warum ich euch heute hierher geladen habe? Versteht ihr jetzt warum ich meinen Leuten eine zweite Chance geben will und sie nicht ausschliessen will? Versteht ihr jetzt warum ich regelmässige 5-Farben-Kanten wünsche, in welchen offen und ehrlich diskutiert wird? Ich hoffe, dass ihr sehen könnt, dass euch diese Zeit hier in Schiers vielmehr geben kann, als ihr bisher geglaubt habt. Sprecht miteinander! Redet über eure Probleme! Versucht eure Differenzen im offenen Gespräch beizulegen! Versucht die Positionen und Meinungen der anderen zu akzeptieren! Nur so können wir alle leben, gedeihen und blühen wie es unser aller Spruch „vivat, crescat, floreat“ verlangt.
Ich danke für eure Aufmerksamkeit.

Scripsit

Reto Nett v/o Navarro, AH-x

Grüsch, den 17. August 2005